« Zurück

Onkologisches und Palliativmedizinisches Netzwerk Landshut

Modellschwerpunkt
Palliativversorgung
Standort
Landshut, Dingolfing, Rottenburg, Vilsbiburg, Bayern
Ausgangssituation
Anfang der 90er Jahre gründete die Onkologin Frau Dr. Vehling-Kaiser die erste hämatoonkologische Schwerpunktpraxis in Landshut und Umgebung mit einem großen Einzugsgebiet der Patienten von bis zu 70 km. Die langen Anfahrtswege für Patienten und ein Bruch der Behandlungskontinuität im Fall einer stationären Aufnahme stellten Barrieren bei der Therapie onkologischer Patienten dar und sollten verbessert werden.
Umfeld
Im Netz ist Landshut die größte Stadt mit etwa 70.000 Einwohnern. Rottenburg, Vilsbiburg und Dingolfing sind sehr ländlich strukturiert und haben eine unzureichende öffentliche Verkehrsanbindung.
Konzept
Durch Kooperation mit dem kommunalen Klinikunternehmen „Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung" (La.KUMed), (Vereinbarung über onkologische Beleg- und Konsilbetten), sowie mit einer strahlentherapeutischen und radiologischen Praxis konnte schrittweise ein onkologisches Behandlungsnetzwerk aufgebaut und eine kontinuierliche ambulant-stationäre Versorgung durch denselben Onkologen realisiert werden. Um die Anfahrtswege zu verkürzen, wurden an den Kliniken in Rottenburg und Vilsbiburg sowie in den Städten Dingolfing und Mainburg weitere ambulante Behandlungsmöglichkeiten für onkologische Patienten geschaffen. Außerdem wurde inzwischen in Trägerschaft von La.KUMed ein Hospiz gegründet sowie eine Abteilung für ältere Krebspatienten in der geriatrischen Rehaklinik Rottenburg organisiert. Zusätzlich erfolgte in Zusammenarbeit mit La.KUMed der Aufbau einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (Adiuvantes-SAPV GmbH Landshut) Das Netzwerk organisiert viele Projekte (z.B. Programme für Angehörige incl. Ausflügen, Unterstützung von Kindern krebskranker Eltern bei schulischen Problemen; Reintegrationsprojekt zur Sensibilisierung der Bevölkerung für Krebspatienten) und bietet zusätzlich einen medizinisch-onkologischen Hausbesuchsdienst (MOD) an. Zusätzlich besteht die Möglichkeit geeignete Patienten in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung ( ASV) zu behandeln.
Gründungsjahr
2009
Initiatoren
Einzelperson, Onkologin Frau Dr. Vehling-Kaiser
Finanzierung
Leistungserbringer rechnen Leistungen im Rahmen des normalen Vergütungssystems ab; Spenden über netzwerkeigenen Onkologiehilfe-Verein.
Organisationsform
Gesundheitsnetz
Modellgröße und Kooperationspartner
4 ambulante Onkologie-Standorte, Krankenhausunternehmen La.KUMed, Adiuvantes-SAPV GmbH Landshut, 1 Hospiz, 1 Schmerzklinik. Kooperationspartner: 1 strahlentherapeutische und radiologische Praxis, 3 Kliniken. Eine weitere enge Zusammenarbeit besteht mit ca. 20 Pflegediensten, 1 Selbsthilfegruppe, 3 Hospizvereinen sowie niedergelassenen Fach- und Hausärzten.
Innovative Elemente
Sektorübergreifende Versorgung innerhalb des Netzwerks: ambulante und stationäre Behandlung durch den selben Onkologen; Eröffnung von weiteren ambulanten Standorten verringert Wegstrecken für die Patienten; ganzheitliche Betreuung von Patienten und Einbeziehung von Angehörigen.
Kontaktdaten
Frau Dr. Vehling-Kaiser
Ländgasse 132-135 84028 Landshut
Telefon: 0871-275381
E-Mail: info@vehling-kaiser.de
Homepage: http://www.onkologie-netzwerk.de/startseite/